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„!!! WARNUNG AN ALLE FRAUEN – Der Besuch am Arbeitslosenamt gefährdet Deine Existenz!“
DIE ALVG-NOVELLE 2008 – EINE MANIFESTATION DER SKLAVENTREIBER Genau um die oben beschriebenen Themen dreht sich auch diese Novelle und ist nicht die einzige durch all die Jahre. Die Begutachtungsfrist war mit 14 Tagen extrem kurz angelegt, Einsprüche und Skrupel waren offensichtlich unerwünscht oder unerwartet. „Drüberg’fahren und Gemma“ ist ja nicht ein spezielles Motto von Schüssel/Haider, auch Gusenbauer und Vasallen fühlen sich da wohl! Eine Versicherungsleistung, also eine Leistung mit Rechtsanspruch, wird seit Jahrzehnten in sog. Salamitaktik nicht nur ausgehöhlt, sie wird systematisch im Prozess der Auflösung gehalten und erpresserisch eingesetzt, je mehr Menschen ohne Lohnarbeit dastehen und vorher in den Versicherungs-Topf eingezahlt haben. Abmarsch in die Drecksjobs unter jeder Bedingung. Die Krux: Den Menschen wird dieser Beitrag automatisch vom Lohn abgezogen, müssen diese aber – und das ist in herrschaftlichen Zeiten wie diesen häufig der Fall – aufs Arbeitsamt, dann sollen sie am besten sofort wieder verschwinden! 2006 mussten lt. AMS-Statistik 966.000 Personen einen Antrag stellen, 44.600 wurden abgelehnt; ein Jahresdurchschnitt von 311.100 Frauen und Männer war im Arbeitslosenbezug, bzw. im AMS zur Behandlung: „Die Zahl der erstinstanzlichen Bescheide (insbes. zu Ablehnung, Einstellung, Ruhen und Rückforderungen von Leistungen sowie bei Sanktionen) erreichte 336.100, wogegen 7.181 Berufungen eingebracht wurden. Darunter wurden in Sanktionsfällen (inklusive Selbstkündigung) insgesamt 86.500 Bescheide erlassen.“ (Website AMS). Diese Zahlen beschreiben das Jahr 2006 und führen drastisch vor Augen, wie wenige Leute überhaupt in Berufung gehen, wenn ihnen von diesem „Service“ die Versicherungsleistung, also ihr Privateigentum, einfach entzogen wird! Andererseits ist es aber auch kein Wunder, denn die Beratung der Arbeiterkammer im Rahmen des „Arbeitslosenreferates“ ist schon längst eingestellt, obwohl selbstverständlich auch Arbeitslose von dieser zu vertreten wären. Und wo bewusst Desinformation und Einschüchterung in der Absicht der Versicherungsgesellschaft und auch der PolitikerInnen samt Gewerkschaften liegt, geht es halt ein bissel forsch zu. Was mit den Leuten, denen dieses Privateigentum einfach entzogen wird, passiert, haben diese „Volks- und ArbeiterInnen-in-den-Arsch-TreterInnen“ auch noch nicht erforschen lassen, das wär’ ihnen vermutlich zu peinlich! Da könnten ja auch Tote dabei sein. Apropos peinlich: Unter Viktor Klima wurde ein eklatanter Kahlschlag gegen die Langzeiterwerbslose durchgezogen! Unter dem Motto „WIR müssen sparen“ wurde die Notstandshilfe „gedeckelt“ – auf Höhe des ASVG-Richtsatzes, Armutsproduktion pur! Danke SPÖ! (Vorher wurde die Notstandshilfe auf Grundlage des Arbeitslosengeldbezuges berechnet). Die Novelle 2008 ist eine Vorgangsweise gegen unliebsame oberstgerichtliche Entscheide, nachdem es von erwerbslosen Geprellten Widerstand, oftmals durch die Beratung und Unterstützung von Erwerbslosengruppen und entsprechend engagierten AnwältInnen gegeben hat. Diese Entscheide des VwGH oder sogar des VfGH sind ein Haar in der Suppe der Geschäftemacher mit den Arbeitslosen. Hier etabliert sich mit den Geldern der EU, des EFF, der Länder, der Ministerien, projektbezogen auch der Pensionsversicherungsanstalten und der Krankenkassen eine boomende Branche, mit den zwangsbehandelten Arbeitslosen, Leuten, die sich vor Armut kaum mehr erfangen. Hier will sich jemand ein lukratives Geschäft unter dem zynischen Vorwand der Schaffung von „sozialer Wärme“ absolut nicht entgehen lassen. Dass die Betroffenen allesamt nicht freiwillig, sondern unter der Akzeptanz der Existenzbedrohung in ihre tollen Firmen einsteigen müssen, findet weder Mitleid noch politische Vernunft oder gar Agitation. SPÖ- und gewerkschaftseigene/gewerkschaftsnahe Firmen, die in diesem Geschäft profitieren sind z.B.: Job-Transfair Gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung (BFI), Flexwork Gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung GmbH (WAFF), Itworks Personalservice gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung GmbH (mit Förderungen von AMS und Land) als Spinout der ÖSB Consulting. Die ÖVP freut sich über das Geschäft der von ihnen vertretenen Arbeitskräfteüberlasser und privaten Vermittler! Die Gesellschaft für Aus- und Weiterbildung (gesaw) mit einem Geschäftsführer aus der WK ist besser unter dem Namen Phönix bekannt und betreibt Entmündigung und Überwachung der Zugewiesenen, der Praxis der „Bewährungshilfe“ für straffällig gewordene Personen nicht unähnlich. Die Aufzählung ist keineswegs komplett – dazu kommen noch diverse „Gemeinnützige Beschäftigungsprojekte“ und sog. „Sozialökonomische Betriebe“ sonder Zahl! Ihnen wurde für ihre Geschäfte, die im großen und ganzen keinerlei neue, bzw. keine gut bezahlten Arbeitsplätze schaffen, sondern als Mittel der Unterdrückung und Aufstandsbekämpfung eingesetzt werden, freie Bahn gegeben – glauben Die. Die Betroffenen werden sich diesen Wahnsinn auch weiterhin nicht gefallen lassen. Und verfassungswidrige Gesetze sind verfassungswidrig – das werden auch weiterhin oberste Gerichte feststellen, wenn sich insbesondere die Frauen – am besten gemeinsam organisiert - wehren! Selbst wenn dazu z.B. die Gründung einer parteiischen, feministischen Gewerkschaft erforderlich wäre, denn von den Männergewerkschaften hatten und haben Frauen sowieso nichts zu erwarten. AUF WIDERSTAND! Frauen sind die absoluten Underdogs des Trends schlechthin! Egal, ob Kinder oder keine, sie sind überwiegend von Normalarbeitsplätzen mit halbwegs akzeptablen Löhnen schon weitgehendst ausgeschlossen – prekäre Jobs und Halbtagsarbeit wider Willen sind an der Tagesordnung. Gar nicht zu reden von der Explosion des Menschenhandels/Frauenhandels in die EU Metropolen! Die Hausfrauisierung der Lohnarbeit trifft auch bereits Männer. Wut, Reflexion und Solidarisierung sollte eine Antwort auf diese Zustände sein, statt des isolierten Blickes auf den in Flammen stehenden eigenen Arsch! Während die Einkommen von Supermanagern und sonstigen Bonzen in astronomische Höhen abdriften und niemand die explodierenden Gewinne aus den arbeitslosen Einkommen der Vermögenden in Frage stellt, aber die Schmarotzerhatz gegen Arme, in Elend Lebende wie aus der Pistole geschossen bei immer mehr Menschen aus den Mündern kommt. Das derzeit zu konstatierende „kollektive Burnout“ radikaler Feministinnen und „der Linken“ muss Katharsis erfahren, weil die einzige „Alternative“ zu dieser in rasantem Tempo forcierten Entrechtung und Fremdbestimmung schon als Rute im Fenster steht: Offener Faschismus. HÄNDE HOCH AM ARBEITSAMT? HA!!! NIEDER MIT DEN AUSBEUTERN! © FrauenLesben gegen Zwangsarbeit und strukturelle Gewalt, März 2008/mail: flgz at gmx.net |